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Augsburg (Germany) – Seit 2003 ist Silicon Philosophies auf dem europäischen Markt aktiv. Kerngeschäft der in den USA gegründeten Firma ist die Entwicklung und der Vertrieb technischer Lösungen für Postproduktionshäuser wie Imagion, Sony DADC oder msm. Gleichzeitig fungiert Marketingleiter Miguel Clarke auch als Botschafter der International Digital Media Alliance.

Um professionell DVDs und Blu-rays zu erstellen, benötigen Postproduktionshäuser optimale technische Rahmenbedingungen für die Restauration, das Encoding oder Authoring von Filminhalten. Genau in diesem Marktumfeld bewegt sich Silicon Philosophies: Die Firma entwickelt und vertreibt Soft- und Hardwareanwendungen für Studios in den USA und Europa. Hinzu kommen die Beratung von Authoringhäusern sowie Support und Training von Mitarbeitern. „Wir haben 1996 in den USA den weltweit ersten MPEG2-Encoder für Warner entwickelt – da wusste fast noch niemand, was die Abkürzung DVD überhaupt bedeutet“, sagt Miguel Clarke, Direktor Marketing und Strategic Planung. Sieben Jahre lang machte sich das Unternehmen auf dem US-Markt einen Namen, bevor 2003 der Wechsel nach Europa folgte. Sitz der Firma ist das bayrische Augsburg. „Der US-Markt wurde überschwemmt mit kleinen und mittleren Unternehmen. Deshalb wollten wir lukrative DVD-Märkte in Westeuropa und Skandinavien erschließen“, so Clarke.

Kerngeschäft von Silicon Philosophies ist die Entwicklung und der Vertrieb von Cinema Craft, einer Softwarelösung für das Encoding und die Restauration von Filmen. Firmen wie Sony DADC, Imagion, Technicolor, msm-studios oder Disney nutzen die Software für die Erstellung von DVDs oder Blu-rays. Die Lösung ist kompatibel zu allen professionellen Authoringtools und geeignet für alle Filmtypen, Ausgangsmaterialien und Framerates. Blockbuster-DVDs wie „Benjamin Button“ und „Casino Royale“ entstanden ebenso mit Hilfe von Cinema Craft wie aktuell die Blu-rays von „ Shutter Island“ oder „Alice im Wunderland“. Laut Marketingchef Clarke macht die Soft- und Hardwareentwicklung inklusiver Vertrieb rund die Hälfte des Geschäfts von Silicon Philosophies aus. Zum Portfolio gehören auch Videokompression, die Programmierung von Java-Applikationen sowie die Konzeption von BD-Live-Anwendungen. Der Rest entfällt auf Beratung, Support und Training von Partnerfirmen, die bei technischen Problemen jederzeit auf das Know-How der sieben Technikexperten von Silicon Philosophies zurückgreifen können. Bis 2009 hatte die Firma außerdem fünf Jahre lang Lehraufträge an der Salzburger University of Applied Sciences inne. Themen waren Authoring, Menüdesign oder Java-Programmierung. Einige der ehemaligen Studenten arbeiten heute in den Bereichen Videoschnitt, DVD- und Blu-ray-Authoring oder Softwareentwicklung bei großen Firmen wie Sony DADC oder dem ORF. Momentan liegt die Konzentration bei den Silicon-Philosophies-Entwicklern ganz auf dem aktuell heißesten Thema der Branche: 3D im Heimkino. Eine Encoding Lösung für die Produktion dreidimensionaler Discs ist aktuell in Kooperation mit mehreren europäischen Studios in der Betatestphase – die neue Technologie soll laut Miguel Clarke Filmdaten deutlich schneller verarbeiten als bisherige Encoder.

Neben der täglichen Arbeit bei Silicon Philosophies arbeitet Miguel Clarke auch als europäischer Botschafter der weltweit agierenden Vereinigung International Digital Media Alliance (IDMA). Sein Fokus liegt auf der Vernetzung mit lokalen Unternehmen und der Vergrößerung der europäischen Community. Zudem will er „einen europäischen Blickwinkel in die Allianz einbringen, wie digitale Medientechnologie die Geschäftswelt und den Alltag in der EU beeinflusst“, sagt Clarke. Die Rolle der IDMA bestehe darin, als Informationszentrum für Unternehmen in der digitalen Medienwelt zu dienen – und Hinweise zu geben, wie digitale Technologien für in der Produktion, Lizenzdistribution und Auslieferung genutzt werden können. „Wir können Unternehmen helfen, ihre Kosten zu senken und ihnen Zugang zu einem weltweiten Netzwerk von Firmen und Endkonsumenten verschaffen.“